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Das Recht der Theologie. Symposium aus Anlass des 70. Geburtstags von Michael Moxter
Der Titel „Das Recht der Theologie“ ist gewollt mehrdeutig. Gibt es denn überhaupt ein „Recht“, Theologie zu betreiben, ist man dazu „berechtigt“ oder „gerechtfertigt“? Konkreter wird es mit zwei weiteren Problemstellungen – einer, sagen wir, hermeneutischen und einer ontologischen. Was die erste Hinsicht betrifft, stellt sich das Problem der Verrechtlichung der Theologie und der „frohen“ Botschaft. ‚Importiert‘ wird Rechtsterminologie, um einen Modus der Botschaft – Gesetz und Gott als law giver – zu verstehen. Exportiert wird genau diese Artikulationsform, indem sie säkularisiert wird: Autonomie, Souveränität, Macht. Noch spannender sind ontologische Fragen zum – möglicherweise – analogen Status von Recht und Normen einerseits und der Beschaffenheit des Glaubens und seines Gegenstandes andererseits. „Das Recht der Theologie“ ist der Inbegriff dieser Probleme, die u.a. auf diesem Symposium zur Sprache kommen werden.
Rednerinnen und Redner:
PETRA BAHR, Pfarrerin, Theologin, Journalistin, Politikerin.
Seit 2025 Staatssekretärin im Bundesministerium
für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
INGOLF U. DALFERTH, Professor em. für Systematische
Theologie, Symbolik und Religionsphilosophie
an der Universität Zürich sowie Danforth Professor
em. of Philosophy of Religion an der Claremont Graduate
University in Kalifornien.
ELISABETH GRÄB‐SCHMIDT, Professorin für Systematische
Theologie und Direktorin des Instituts für
Ethik an der Evangelisch‐theologischen Fakultät der
Eberhard‐Karls‐Universität Tübingen; seit 2024 Seniorprofessorin.
MARKUS FIRCHOW, Habilitand in Systematischer
Theologie an der Georg‐August‐Universität Göttingen.
FRIEDHELM HARTENSTEIN, Professor für Theologie
des Alten Testaments und Religionsgeschichte Israels
in ihrem altorientalischen Kontext an der Ludwig‐
Maximilians‐Universität München.
HANS MICHAEL HEINIG, Professor für Öffentliches
Recht, insb. Kirchenrecht und Staatskirchenrecht an
der Georg‐August‐Universität Göttingen.
CHRISTOPH MÖLLERS, Professor für Öffentliches
Recht, insb. Verfassungsrecht und Rechtsphilosophie,
an der Humboldt‐Universität und Permanent Fellow
am Wissenschaftskolleg zu Berlin.
Hier finden Sie den Flyer zur Veranstaltung.