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SUMMARY:DenkArt. Anschauliches Denken als Gestalt religiöser Rationalität(en)?
DESCRIPTION:Es spricht einiges dafür\, dass sich die klassische Religionsphilosophie mit ihren allgemeinen Religionstheorien\, die aus der Metaperspektive einer vermeintlich kontextlosen Vernunft entworfenen werden\, überlebt haben könnte. Auch der Selbstanspruch der Religionsphilosophie\, aufgrund von Distanz zum Reflexionsgegenstand und vermeintlich neutraler\, teilnahmsloser Beobachtung (die Funktion von) Religion besser verstehen zu können\, als dies Gläubigen\, Glaubensgemeinschaften\, Amtsträger:innen und Theolog:innen möglich ist\, erscheint aufgrund der Einsicht in die Kontext- und Kulturraumgebundenheit von Denken und verbalsprachlichem Diskurs fragwürdig. \nBedeutet das das Ende der philosophischen und theologischen Teildisziplin der Religionsphilosophie? Oder ließe sie sich stattdessen anders konzipieren? – Wenn ja\, wie? Vielleicht durch ‚anschauliches Denken‘: Ein kulturwissenschaftlicher bzw. kulturphilosophischer Zugriff ist eine Möglichkeit\, von implizit perspektivischen Allgemeintheorien von Religion mit begrenzter Reichweite\, umzuschalten auf die Untersuchung ganz konkreter Gegebenheiten und Gestalten\, in denen Glaubensgemeinschaften und Individuen ihre Religion (oder Spiritualität) gestalten. Theorien\, die dies kulturphilosophisch zu denken helfen\, stammen von verschiedenen\, miteinander kombinierbaren Entwürfen des 20. und 21. Jahrhunderts. Exemplarisch lassen sich nennen die Theorie symbolischer Formen des jüdischen Kulturphilosophen Ernst Cassirer\, das alltagsweltliche Ästhetikverständnis Hans-Georg Gadamers und Wolfgang Welschs\, sowie dessen Theorie transversaler Vernunft. Diese und andere Theorien ermöglichen es\, die unterschiedlichen Rationalitäten einzelner Kulturgestalten (z.B. Architektur\, Bildende Kunst\, Musik\, Performance-Kunst\, Rechtsstruktur usw.) präziser zu erfassen. Es kann vermutet werden\, dass dies auch für verschiedene konkrete Kulturgestalten und -gestaltungen des Religiösen in ihren jeweiligen Erscheinungsfeldern (Festkultur\, Liturgie\, Unterricht\, Seelsorge\, religiöses Recht\, Fürsorgeinstitutionen usw.) gilt. Die Plausibilität dieser Fragerichtung verstärkt sich weiter durch ästhetisch-semiotische Ansätze aus der Praktischen Theologie\, wie sie z.B. Michael Meyer-Blanck vorträgt\, einerseits und andererseits durch als Ritualtheorie konzipierte Religionstheorien\, wie dies z.B. bei derjenigen von Christian Polke der Fall ist. Beide tragen der semiotischen bzw. performing Dimension von Ritualen dahingehend Rechnung\, als dass für sie – gleichsam als eine Art ‚anschauliches Denken‘ – die sinnlich-körperliche\, atmosphärisch-affektive Gestaltdimension und die Partizipation der Gläubigen daran konstitutiv ist\, um die Eigenlogik und Rationalität religiöser Praktiken\, Sichtweisen\, Verständnisse und Haltungen vom Standpunkt der Teilnehmenden besser rekonstruieren zu können. Für die hermeneutische Tradition der kontinental-europäischen Religionsphilosophie liegt hierbei ein partizipationstheoretischer Zugriff über den experimentellen Selbstversuch möglicherweise näher als quantitativ-empirische Methodik. Dies bringt auch eine gewisse Offenheit für den wachsenden Diskurs zu künstlerischer Forschung mit sich. \nDie Tagung nähert sich der Frage nach der jeweiligen ratio bzw. nach Rationalitäten von Gestalten des Religiösen aus interdisziplinärer\, interreligiöser und internationaler Multiperspektivität. Weil es innerhalb der Fächer Philosophie und Theologie\, in denen Religionsphilosophie vorwiegend betrieben wird\, insbesondere die Disziplinen der Praktischen Theologie sowie der Religionsgeschichte bzw. Interkulturellen Theologie gewohnt sind\, auf konkrete Gestalten gelebter Religion zu blicken\, ist die Tagung als joint venture eines Organisationsteams von Forschenden der Religionsphilosophie\, der Religionsgeschichte sowie der Praktischen Theologie konzipiert. \nDie Teilnahme an der Tagung ist kostenlos. Um Anmeldung zu den Panels der Konferenz (Location: Creative Space\, Bahnhofstr. 7\, 1. OG\, 35037 Marburg) sowie zum „DenkMa(h)l“ mit Tischrede\, musikalischem Rahmen und Empfang (Location: Gewölbekeller\, Deutsches Haus\, UG\, Deutschhausstr. 10\, 35037 Marburg) bitten wir bis zum 20. April 2026 unter der Mailadresse hikade@uni-marburg.de. \nHier finden Sie das Plakat sowie den Programmflyer zur Veranstaltung.
URL:https://www.religionsphilosophie.org/event/denkart-anschauliches-denken-als-gestalt-religioser-rationalitaten/
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SUMMARY:Imagination und Pflicht. Zur normatven Dimension der Zukunft
DESCRIPTION:Für die Zukunft sollten wir uns schon deshalb interessieren\, weil wir den Rest unseres Lebens in ihr verbringen werden. Wir verhalten uns demnach nicht einfach zu ihr\, sondern tun dies in einer Weise\, die Indifferenz weithin auszuschließen scheint. Zur bloßen Faktizität des Zukunftsbezug gesellen sich demnach (starke?) Wertungen\, die mit dieser Relation einhergehen. Bestimmte Zukünfte wären folglich zu vermeiden\, andere gelten (für wen?) als verheißungsvoll. Neben dieser faktischen und evaluativen Ebene kommt eine mögliche dritte hinzu. Sie betrifft die Frage\, wie wir uns im Blick auf konkrete Szenarien auf Zukunft auszurichten haben. Auf dieser normativen – nicht unbedingt stets moralischen – Ebene sind wir mit Ansprüchen (gegenüber) ‚der‘ Zukunft konfrontiert. Die Tagung konzentriert sich auf diese dritte Ebene der Normativität vor dem Hintergrund einer Zukunft\, die zunehmend als brüchig wahrgenommen wird. \nHier finden Sie den Programmflyer zu Tagung.
URL:https://www.religionsphilosophie.org/event/imagination-und-pflicht-zur-normatven-dimension-der-zukunft/
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