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Bildmacht – Machtbild. Zur Deutungsmacht des Bildes oder: Wie können Bilder glauben machen und Glauben machen?

Datum: Mittwoch, 22 April 2015 - Samstag, 25 April 2015
Ort: Max-Planck-Institut für Demografische Forschung, Konrad-Zuse-Str. 1, 18057 Rostock
Veranstalter: Prof. Dr. Philipp Stoellger, DFG-GRK Deutungsmacht, Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft


Beschreibung

Deuten, verstanden vom Zeigen her, und Macht, weniger personal als medial begriffen, führen dahin, Deutungsmacht zu umschreiben, als im Sagen und Zeigen etwas hören und sehen lassen, möglichst so sehen lassen, wie gezeigt, auf dass die Adressaten es auch so sehen. Das zielt im Grenzwert darauf, sie so sehen zu machen, bis dahin, die Adressaten auch so handeln, fühlen, denken und leben zu machen – maximal glauben zu lassen und Glauben zu machen.

Die spannende Frage ist dann weniger, Macht zu deuten, sondern wie Deutungen (Zeigepraktiken) Macht entfalten. Die besteht vermutlich vor allem im modalen Grenzverkehr von Unmöglichem zu Möglichem, von Möglichem zu Wirklichem und von Wirklichem zu Nicht-mehr-Wirklichem: als Ermöglichung, Verwirklichung und Vernichtung.

Dann variiert die Frage nach der Macht des Bildes modal: Wie können Bilder Unmögliches möglich, Mögliches wirklich oder Wirkliches möglich oder auch unmöglich machen? Von Karikaturen bis zu ›heiligen‹ Bildern können die Zeigepraktiken auf ihre modale und mediale Macht befragt werden, die uns glauben lässt oder gar Glauben macht.

Kontakt und Anmeldung:
Prof. Dr. Philipp Stoellger: philipp.stoellger@uni-rostock.de
Anmeldung erbeten an Florian Zacher: florian.zacher@uni-rostock.de