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Handeln im Horizont der Zeit. Ethik und Eschatologie bei Paul Tillich

Datum: Freitag, 10 April 2015 - Sonntag, 12 April 2015
Ort: Evangelische Akademie Bad Boll
Veranstalter: Prof. Dr. Gudrun Holtz/Bad Boll, Prof. Dr. Christian Danz/Wien, Deutsche Paul-Tillich-Gesellschaft (DPTG)
Weitere Informationen: http://www.uni-trier.de/index.php?id=52818


Beschreibung

Paul Tillich (1886-1965), einer der bedeutendsten Theologen und Religionsphilosophen des 20. Jahrhunderts, hat den radikalen Wandel der Welt seiner Zeit intensiv wahrgenommen. Seine Beschreibung der fundamentalen Umbrüche aus dem Jahr 1963 mutet an, als sei sie der Gegenwart entnommen: Wir leben „in einer geschichtlichen Epoche ..., die durch eine radikale und revolutionäre Umwandlung eines geschichtlichen Zeitalters in ein anderes gekennzeichnet ist … Wir stehen in der Mitte einer Weltrevolution, die jeden Bereich der menschlichen Existenz ergreift und uns eine neue Deutung des Lebens und der Welt aufdrängt”.
Paul Tillich hat sich in seinen ethischen Schriften deshalb intensiv mit der Frage beschäftigt, welche Gestalt eine Ethik haben müsste, die diesem radikalen Wandel der Welt Rechnung trägt. Eine solche Ethik müsste Tillich zufolge eine Ethik jenseits starrer Normen und Gesetze einerseits und rein pragmatischer Ansätze andererseits sein, eine Ethik jenseits von Absolutismus und Relativismus. Es müsste eine Ethik sein, die auf den jeweiligen geschichtlichen Augenblick, den für Tillich so wichtigen Kairos, bezogen ist.
Auf der Tagung werden sich etablierte Forscher und Nachwuchswissenschaftler in dem aufgezeigten Horizont mit verschiedenen Facetten der Ethik und Eschatologie Paul Tillichs beschäftigen. Auch wird es hinreichend Gelegenheit geben, die in den Vorträgen erörterten Aspekte des Tagungsthemas vertiefend zu diskutieren.


Herzliche Einladung nach Bad Boll!


Prof. Dr. Gudrun Holtz und Prof. Dr. Christian Danz