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Literarische Exegese, narrative Christologie. Der Jesus-Roman in systematisch- theologischer, neutestamentlicher und literaturwissenschaftlicher Perspektive

Datum: Freitag, 01 Dezember 2017 - Samstag, 02 Dezember 2017
Ort: Theologische Fakultät der Universität Zürich Kirchgasse 9, 8001 Zürich 2. Stock, Raum 200 (Tram 4 bis Helmhaus)
Veranstalter: IHR Universität Zürich, ÖI Universität Luzern, Literaturhaus Zürich, Dr. Andreas Maus, Dr. Christoph Gellner
Weitere Informationen: http://www.hermes.uzh.ch/de.html


Beschreibung

„They tell largely the same story, but each in a unique way.“
Zeba A. Crook, Jesus novels (2011)

Die Geschichte Jesu von Nazareths wird von Anfang an in verschiedenen Versionen erzählt. Schon das Neue Testament bezeugt das eine Evangelium in der Pluralität der vier Evangelien. Durch die Jahrhunderte werden die kanonischen Jesus-Erzählungen nicht nur wiederholt, sondern in vielfältiger Weise um- und fortgeschrieben – bis in die Gegenwart. Dass dies der Fall ist, hat seine Gründe. Die Geschichte Jesu ist nicht irgendeine. Sie bildet die Kernerzählung christlichen Glaubens und fordert inner- wie außerhalb der Kirchen immer wieder neu zu theologischer wie künstlerischer Reflexion heraus.

Die Tagung lädt dazu ein, eine spezifisch moderne Variante dieser Kernerzählung in den Blick zu nehmen: den sogenannten Jesus-Roman. Dabei kommen über die deutschsprachige (Gegenwarts-)Literatur hinaus exemplarisch auch andere Literaturen zur Sprache. Das hoch- wie populärwissenschaftliche Genre soll dabei ausdrücklich im Gespräch zwischen Literaturwissenschaft, Bibelexegese und systematischer Theologie wahrgenommen werden: Welche Einsichten lassen sich innerhalb eines reflektierten interdisziplinären Austauschs erzielen? Wo setzen die unterschiedlichen Fachdisziplinen ihre Akzente? Welche hermeneutische Bedeutung wird der literarischen Jesus-Rezeption im Raum der Theologie zugemessen? Sind die Stichworte „narrative Christologie“, „Christopoetik“ oder „literarische Exegese“ geeignet, das Gespräch über die formalen Eigenarten und die theologische Wertigkeit neutestamentlicher wie literarischer Jesus-Erzählungen zu bereichern? Und welche Rolle spielt dabei das Genremodell des Evangeliums?

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie im Flyer zur Veranstaltung!