CfP des Nachwuchsnetzwerks Dogmatik & Fundamentaltheologie: Terra incognita? Theologien nicht-deutschsprachiger Kontexte im Fokus

Theologien wurzeln in ihren Kontexten, ihren Kulturen, Gesellschaften und politischen Situationen. Die Kontexte schreiben sich in die Theologien ein. Diese wiederum entfalten kritische, konstruktive, reflexive Impulse. Was die Menschen umtreibt, treibt Theologien an. Was Theologie produziert, kann Optionen für andersartiges Leben hervorbringen. Im Brennglas von Theologien werden Brennpunkte menschlichen Lebens in den Welten von heute erhellt. So bilden sich spezifische Theologien abhängig von den kulturellen Räumen, in denen sie leben.
Allerdings können auch Engführungen und Fixierungen entstehen: wenn die Konzentration auf den jeweiligen eigenen Binnendiskurs zu dominieren beginnt und der Blick nach außen verloren geht. Andere Welten und fremde Theologien liegen dann jenseits der eigenen Landkarte, als terra incognita.
Um einer solchen Binnenfixierung entgegen zu wirken, sind external turns hilfreich. Sie orientieren auf Unbekanntes nach außen hin und nehmen gezielt fremde Kontexte in den Blick. Von dort her lässt man sich stören durch andersartiges Denken, fremdartigen Glauben und überraschendes Leben.
Vom 8. bis zum 10. März 2017 findet die Tagung des Nachwuchsnetzwerks Dogmatik und Fundamentaltheologie in der Katholischen Akademie Stuttgart-Hohenheim statt. Das Netzwerk existiert seit 2013 und dient jungen TheologInnen als Plattform, eigene Reflexionen und Forschungen vorzustellen und zu diskutieren; in einer offenen und hierarchiefreien Atmosphäre. Es richtet sich an TheologInnen in Doktorats- und Habilitationsstudiengängen sowie an alle, die sich in der Abschlussphase eines Magister- bzw. Masterstudiums befinden.
Die Tagung im März 2017 hat vor, in theologisch-systematischer Hinsicht „terrae incognitae“ zu betreten. Sie verfolgt das Ziel, Theologien des nicht-deutschsprachigen Raumes zu entdecken und zu Wort kommen zu lassen. Sie macht so mit fremden theologischen Perspektiven anderer kultureller Kontexte bekannt und ermöglicht Rückkopplungseffekte und Inspirationen von außen nach innen.
Deshalb laden wir junge Theologinnen und Theologen ein, Beiträge zur Tagung einzureichen. Gesucht werden Beiträge in der Länge von 30 Minuten, die sich mit nicht-deutschsprachigen Autoren auseinandersetzen und fremde theologische Diskurse aus ihren jeweiligen kulturellen, sozialen und/oder politischen Kontexten beleuchten.
Wir bitten um ein einseitiges Exposé mit Titel bis zum 30. September 2016 (an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Dieses soll den Inhalt des Beitrags kurz skizzieren sowie Angaben zur eigenen Person enthalten. Nach Sichtung der Exposés stellt das Vorbereitungsteam das Tagungsprogramm zusammen, setzt sich mit den ReferentInnen in Verbindung und stimmt die weitere Vorgehensweise mit ihnen ab. Die Vorträge können auch auf Englisch gehalten werden.
Marlene Moschko, Florian Klug, Peter Morgalla, Christian Kern


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