Call for Papers

Preisfrage 2020-2022. Was ist Wahrheit unter den Bedingungen der Digitalisierung? Eine erkenntnistheoretische Frage im Gespräch mit Hermeneutik, Religionsphilosophie und soziokultureller Phänomenologie

Bewerbungsfrist: 31.12.2021

Preisfrage 2020-2022
Was ist Wahrheit unter den Bedingungen der Digitalisierung?
Eine erkenntnistheoretische Frage im Gespräch mit Hermeneutik,
Religionsphilosophie und soziokultureller Phänomenologie

 Preisgeld: Platz 1: € 1000,- und Plätze 2 und 3: je € 500,-
Teilnahmeberechtigt sind Nachwuchswissenschaftler*innen aller Disziplinen
Jury aus Theologie, Philosophie, Politische Wissenschaft: Kurt Appel, Martín Grassi,
Volker Kronenberg, Cornelia Richter, Jochen Sautermeister

Die Wahrheitsfrage ist eine genuin erkenntnistheoretische Frage, für deren Antwort wir ohne Zweifel auf transzendentalphilosophische und logische Einsichten angewiesen sind. Dennoch zeigen die Diskurse spätestens seit der „Dialektik der Aufklärung“ (Horkheimer und Adorno), dass Wahrheit und mit ihr die rationale Verstandes- und Vernunfttätigkeit nie unabhängig von ihrem subjektiven Enactment im Individuum und ihrer soziokulturellen Einbettung zu verstehen sind. Es kommt hinzu, dass die Wahrheitsfrage im Zuge der diversen „turns“ des 20. Jahrhunderts – mindestens lingustic, iconic, symbolic – nicht nur bezüglich ihrer prozessualen Konstitution als relativiert verstanden wird, sondern auch als abhängig von den jeweiligen epistemologischen und phänomenologischen Prämissen, unter denen sie zur Geltung gebracht wird: Sachverhalte können logisch wahr, historisch korrekt, empirisch richtig, intuitiv einleuchtend, emotional unbedingt und/oder letztgültig sinngebend sein, ohne dass sie denselben Wahrheitsbegriff in Anspruch nehmen würden. Die Digitalisierung fügt all dem eine weitere Komplexität hinzu, weil das bis ins 20. Jahrhundert übliche lineare Denken zunehmend mehr als ein Denken in polyvalenten Bildebenen mit unterschiedlicher Tiefendimension erfolgt, die höchst Differentes, ja Gegenläufiges gleichzeitig und gleichwertig gelten lassen können. Die entscheidende Frage dürfte sein: Wie lässt sich der ontologische Charakter der Wahrheit mindestens als regulative Idee festhalten und zugleich die methodische Perspektivität und Situativität von Wahrheit konsequent mitdenken? Wie würden Sie antworten?

Einsendeschluss (mit Anschreiben und Aufsatz): 31.12.2021. Die Aufsätze (max. 40.000 Zeichen mit Leerzeichen) werden in einem anonymisierten Verfahren von einer interdisziplinären Jury bis zum 31.03.2022 beurteilt. Die Prämierung und Präsentation der drei besten Papers erfolgt im Rahmen der Internationalen Konferenz am 11./12.11.2022. Einsendung bitte an: Prof. Dr. Cornelia Richter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hier finden Sie nochmal den Link zur Preisfrage auf der Homepage des Bonner Instituts für Hermeneutik.




Call for Papers

Der Geist des Absoluten. Hegel über Freiheit und Religion. 14. Berliner Kolloquium Junge Religionsphilosophie Akademietagung, 25.-27. Februar 2021

Bewerbungsfrist: 04.12.2020

Anlässlich des 200. Jahrestages von Georg Wilhelm Friedrich Hegels Vorlesungen über Religionsphilosophie widmet sich das 14. Berliner Kolloquium Junge Religionsphilosophie dem Thema „Der Geist des Absoluten – Hegel über Freiheit und Religion“. Hegels Deutung des Christentums weist erstaunliche Parallelen zu gegenwärtigen Debatten um die Rolle und Funktion von Religion auf. Seine Denkfigur einer „Aufhebung der Religion in Philosophie“ scheint heute omnipräsent durch Jürgen Habermas’ einflussreiche Forderung nach „Übersetzung“ und „rettender Aneignung“ der normativen Kraft religiöser Bilder und Narrationen. Ähnlich vertraut wirkt Hegels Diagnose einer Zersetzung von gesellschaftlicher und staatsbürgerlicher Solidarität in Ermangelung einer früheren Epochen zugeschriebenen öffentlichen Funktion von Religion als Ausdrucksform der geteilten tiefsten Überzeugungen einer Gemeinschaft. Das Kolloquium lädt deshalb dazu ein, Hegels religionsphilosophische Reflexionen im Lichte aktueller Herausforderungen neu zu vergegenwärtigen.

Prof. Dr. Herta Nagl-Docekal und Prof. Dr. Henning Tegtmeyer stellen im öffentlichen Teil des Kolloquiums ihre Thesen zur Aktualität von Hegels Religionsphilosophie vor und diskutieren diese in einem anschließenden Podiumsgespräch.

CALL for PAPERS

Manuskripte und Vortragsskizzen können Sie bis zum 4. Dezember 2020 per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden. Eingereichte Skizzen sollten nicht länger als 5000 Zeichen und in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein. Schicken Sie bitte außerdem einen kurzen CV. In einer freien Sektion können Sie eigene Projekte vorstellen, die nicht ins oben skizzierte Themengebiet fallen. Auch Manuskripte für diese Sektion sollten 5000 Zeichen nicht überschreiten. Für jeden angenommenen Beitrag zum Thema werden 45 Minuten des Kolloquiums reserviert; die Vorträge sollten einen Umfang von 20 Minuten nicht überschreiten. In der freien Sektion sind pro Beitragenden 20 Minuten vorgesehen (10 Minuten Vortrag / 10 Minuten Diskussion).

Das „Berliner Kolloquium Junge Religionsphilosophie“ wird in Kooperation mit dem Forschungsinstitut für Philosophie Hannover, der Deutschen Gesellschaft für Religionsphilosophie und der Katholischen Akademie in Berlin durchgeführt. Es will Nachwuchsforscherinnen aus den Geistes,- Sozial- und Kulturwissenschaften, insbesondere aus Philosophie und Theologie, versammeln, die ein Interesse an Religionsphilosophie haben. Ziel ist der offene und interdisziplinäre Austausch jenseits der Spielregeln akademischer Karriereplanung, ernsthaft und intellektuell ambitioniert in der Sache und auf dem Stand der akademischen Forschung.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Katholischen Akademie Berlin: www.katholische-akademie-berlin.de
Ort: Katholische Akademie in Berlin, Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin
Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hier finden Sie den CfP als PDF-Dokument.
Hier finden Sie die Homepage zur Veranstaltung.