Verschiedenes

Vortrag: Prof. Michael Raposa - A friendly guide to reading Peirce’ Neglected Argument (Berlin)

Contemporary Perspectives on Science and Religion

Dienstag, 14. März 2017, 19 Uhr

Katholische Akademie in Berlin, Seminarraum 5 (3. OG)
Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin

Prof. Michael Raposa (LeHigh University) - “A friendly guide to reading Peirce’ Neglected Argument

Können wir im Horizont moderner Naturwissenschaft und Logik heute noch intellektuell redlich von Gott sprechen? Der US-amerikanische Philosoph und Mathematiker Charles Peirce bejahte dies und entwickelte einen komplexen neuen Gottesbeweis im Dialog von Wissenschaft und Religion, dem er den Titel ein „vernachlässigtes Argument“ gibt.

Am Dienstag, 14. März 2017, um 19:00 Uhr führt Prof. Michael Raposa mit seinem Vortrag „A friendly guide to reading Peirce’ Neglected Argument“ in dessen Denken ein. Die Idee Gottes eröffnet dabei einen Reflexionsraum, der in der Tradition der Mystik nach dem Zusammenhang aller Erfahrung fragt und zum Gespräch mit uns selbst herausfordert. Zugleich macht Peirce diese jedoch auch zum Maßstab einer Theorie wissenschaftlichen Forschens. Denn eine solche muss sich daran messen lassen, dass sie unsere Erfahrungswirklichkeit angemessen beschreibt, statt sie bloß reduktionistisch aufzulösen. Religiöse Erfahrungen bezeichnen dann nicht lediglich einen seltsamen Sonderbereich unserer Wirklichkeit, sondern werden zum Prüfstein eines anspruchsvollen und integralen Verständnisses von Rationalität.

Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Erkundung dieses Denkens zu beteiligen. Bitte beachten Sie, dass der Vortrag in englischer Sprache stattfindet. Eine Leseversion wird ausliegen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der katholischen Akademie Berlin.

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Call for Papers

Call for Participation: „Du sollst nicht lügen.“ - Zur Hermeneutik der Rede vom Postfaktischen

Bonner Institut für Hermeneutik und Institut für Evangelische Theologie Köln
in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Religionsphilosophie

19.-20. Mai 2017

Universität Bonn, Großer Senatssaal, Am Hof 1, 53113 Bonn.

Call for Participation: Nachwuchswissenschaftler*innen aus Theologie, Philosophie und Politikwissenschaften

Die aktuelle Salonfähigkeit der Lüge mit ihren Begleitphänomenen der Verzerrung, Täuschung, Unaufrichtigkeit und Schönfärberei bedarf der interdisziplinären Reflexion: (1) Sie birgt eine gesellschaftspolitische Erosionskraft, die demokratische und urteilsbildende Prozesse be- droht. (2) Der mit ihr verbundenen Rede vom Postfaktischen eignet eine gefährliche schein- bare Legitimationsfunktion, getrieben von unreflektierter Kritik an konstruktivistischen, sym- bol- und zeichentheoretischen und performativen Theorien. (3) Allerdings darf die Reflexion nicht in einer bloß moralischen Kritik enden, sondern muss nach den Gründen für solch eine Etablierung der Täuschung fragen: Neben direkten Täuschungsversuchen und Verzerrungen in politischer Rede dürfte es ebenso um Sehnsuchtskonstruktionen bzw. -projektionen gehen, die jene Welt schaffen sollen, die man gerne hätte und die sich dank virtueller Kommunikation und Gestaltungskraft zu einem nicht unerheblichen Teil herstellen lässt, so dass der Schritt zu ihrer realpolitischen Umsetzung nahezuliegen scheint.

Teil 1 (19.-20. Mai 2017): Call for Participation: Gemeinsame Relecture klassischer Positionen unter der Frage nach deren aktueller Reichweite: Texte des Alten Testaments sowie Platon, Aristoteles, Sophokles, Macchiavelli, Kant, Nietzsche, Schopenhauer bis zu Jankélévitch, Sartre und Arendt, Derrida und H. G. Frankfurt. Impulsvorträge durch Markus Saur (Theologie/Altes Testament), Jochen Sautermeister (Moraltheologie), Cornelia Richter (Systematische Theolo- gie und Hermeneutik), Ann-Kathrin Armbruster, Katharina Opalka, Matthew Ryan Robinson, PhD (alle Wiss. Nachwuchs am Bonner Institut für Hermeneutik).

Teil 2 (Juni – Dezember 2017): Am 1. Juni 2017 veröffentlichen wir eine Preisfrage zum Thema mit einem Call for Papers für Nachwuchswissenschaftler*innen (Docs, Postdocs, PDs). Die Papers werden von einer Jury beurteilt. Für die ersten drei Plätze wird ein Preisgeld ausgelobt.

Teil 3: Mai 2018: Internationale Konferenz mit Prämierung und Präsentation der 3 besten Papers und Vorträge international renommierter Expert*innen.

Anmeldung: Prof. Dr. Cornelia Richter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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