Call for Papers

Der Geist des Absoluten. Hegel über Freiheit und Religion. 14. Berliner Kolloquium Junge Religionsphilosophie Akademietagung, 25.-27. Februar 2021

Bewerbungsfrist: 04.12.2020

Anlässlich des 200. Jahrestages von Georg Wilhelm Friedrich Hegels Vorlesungen über Religionsphilosophie widmet sich das 14. Berliner Kolloquium Junge Religionsphilosophie dem Thema „Der Geist des Absoluten – Hegel über Freiheit und Religion“. Hegels Deutung des Christentums weist erstaunliche Parallelen zu gegenwärtigen Debatten um die Rolle und Funktion von Religion auf. Seine Denkfigur einer „Aufhebung der Religion in Philosophie“ scheint heute omnipräsent durch Jürgen Habermas’ einflussreiche Forderung nach „Übersetzung“ und „rettender Aneignung“ der normativen Kraft religiöser Bilder und Narrationen. Ähnlich vertraut wirkt Hegels Diagnose einer Zersetzung von gesellschaftlicher und staatsbürgerlicher Solidarität in Ermangelung einer früheren Epochen zugeschriebenen öffentlichen Funktion von Religion als Ausdrucksform der geteilten tiefsten Überzeugungen einer Gemeinschaft. Das Kolloquium lädt deshalb dazu ein, Hegels religionsphilosophische Reflexionen im Lichte aktueller Herausforderungen neu zu vergegenwärtigen.

Prof. Dr. Herta Nagl-Docekal und Prof. Dr. Henning Tegtmeyer stellen im öffentlichen Teil des Kolloquiums ihre Thesen zur Aktualität von Hegels Religionsphilosophie vor und diskutieren diese in einem anschließenden Podiumsgespräch.

CALL for PAPERS

Manuskripte und Vortragsskizzen können Sie bis zum 4. Dezember 2020 per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden. Eingereichte Skizzen sollten nicht länger als 5000 Zeichen und in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein. Schicken Sie bitte außerdem einen kurzen CV. In einer freien Sektion können Sie eigene Projekte vorstellen, die nicht ins oben skizzierte Themengebiet fallen. Auch Manuskripte für diese Sektion sollten 5000 Zeichen nicht überschreiten. Für jeden angenommenen Beitrag zum Thema werden 45 Minuten des Kolloquiums reserviert; die Vorträge sollten einen Umfang von 20 Minuten nicht überschreiten. In der freien Sektion sind pro Beitragenden 20 Minuten vorgesehen (10 Minuten Vortrag / 10 Minuten Diskussion).

Das „Berliner Kolloquium Junge Religionsphilosophie“ wird in Kooperation mit dem Forschungsinstitut für Philosophie Hannover, der Deutschen Gesellschaft für Religionsphilosophie und der Katholischen Akademie in Berlin durchgeführt. Es will Nachwuchsforscherinnen aus den Geistes,- Sozial- und Kulturwissenschaften, insbesondere aus Philosophie und Theologie, versammeln, die ein Interesse an Religionsphilosophie haben. Ziel ist der offene und interdisziplinäre Austausch jenseits der Spielregeln akademischer Karriereplanung, ernsthaft und intellektuell ambitioniert in der Sache und auf dem Stand der akademischen Forschung.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Katholischen Akademie Berlin: www.katholische-akademie-berlin.de
Ort: Katholische Akademie in Berlin, Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin
Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hier finden Sie den CfP als PDF-Dokument.
Hier finden Sie die Homepage zur Veranstaltung.




Verschiedenes

Masterstudiengang Religionsphilosophie / Religion and Science

 

Religionsphilosophie befasst sich aus philosophischer Perspektive mit Phänomenen des religiösen Glaubens. Dabei sucht sie gelebte Religion zu verstehen (historisch-hermeneutische Komponente), denkt diese auf die darin implizierten Möglichkeiten weiter (kreativ-konstruktive Komponente) und beurteilt das so Verstandene und Erdachte im Horizont kritisch urteilender Vernunft (kritisch-rationale Komponente). Die Religionsphilosophie stellt Fragen wie: Was ist Religion? Gibt es Eigenschaften, die allen Religionen gemeinsam sind – lässt sich also von einem ›Wesen‹ der Religion sprechen? Ist Religion eine eigenständige ›Lebensform‹, ein spezifisches ›Sprachspiel‹? Welche Rolle spielt sie in Kultur und Gesellschaft? Wie rational kann religiöser Glaube sein und welche Rolle kommt Emotionen im religiösen Leben zu? Können Glaubende und Nichtglaubende einander verstehen? Was heisst es, Religion zu kritisieren oder zu begründen? Wie verhält sich Religion zu nicht-religiösen Formen des Wissens? Das Masterstudienprogramm führt in Geschichte und aktuelle Diskussionen der Religionsphilosophie ein und befähigt Studierende so zur eigenständigen Bearbeitung religionsphilosophischer Grundfragen. Vor dem Hintergrund religionsphilosophischer Klassiker (wie Hume, Kant oder Nietzsche) werden dabei gegenwärtige (sprach)analytische und hermeneutisch-phänomenologische Zugänge zu religiösen Vollzügen und Inhalten berücksichtigt.

Zulassung
Zulassungsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes BA-Studium einer mathematisch-naturwissenschaftlichen, medizinischen, rechtswissenschaftlichen, theologischen, philosophischen oder sonstigen geisteswissenschaftlichen Studienrichtung. BA-Absolventinnen und Absolventen einer wirtschaftswissenschaftlichen Studienrichtung werden unter Auflagen zugelassen. Das Studienprogramm kann in 2 oder 4 Semestern studiert werden. Als Minor (30 ECTS) erfordert es eine Immatrikulation an der Universität Zürich mit einem frei zu wählenden Hauptfach (90 ETCS).

Berufsperspektiven
Mit dem Studienprogramm Religionsphilosophie/ Religion and Science erwerben Absolventinnen und Absolventen eine profilierte Zusatzqualifikation. Durch die erworbenen Kompetenzen in der kritischen Analyse komplexer gedanklicher Zusammenhänge über klassische Disziplingrenzen hinweg sind sie für viele Tätigkeitsfelder im Wissenschafts-, Bildungs-, Kultur- und Medienbereich qualifiziert.

Ansprechpersonen
Prof. Dr. Matthias Wüthrich Tel. 044 634 47 53 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Dr. Markus Höfner Tel. 044 634 47 52 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hier finden Sie den Flyer zum Studienprogramm.