Call for Papers

Young Voices in Hermeneutic Theory. Die Illusion des Selbstverständlichen. Rhetorik und Pragmatik des strategischen Umgangs mit Wahrheit und Verlässlichkeit in politisch und sozial krisenhaften Zeiten

Bewerbungsfrist: 01.08.2020

Workshop anlässlich der Jahrestagung des Netzwerks Hermeneutik Interpretationstheorie (NHI)
in Zusammenarbeit mit dem Bonner Institut für Hermeneutik (ifh) und der Peer Mentoring Group
"Systematische Theologie" des Graduate Campus der Universität Zürich

13. November 2020

Aktuelle politische und soziale Entwicklungen werden von verschiedenen Seiten als Krise von bisher scheinbar verlässlichen Konventionen und Selbstverständlichkeiten erfahren – ja sogar von Wahrheit selbst. Die mediale und politische Deutung von Fakten, Ereignissen und Identitäten polarisiert sich zunehmend. Dadurch wird sichtbar, dass dem Verständnis und der Geltendmachung von Wahrheit stets ein Moment der Konstruktion eignet.

Wie lässt sich dieses Moment hinsichtlich seiner rhetorischen Strategien und pragmatischen Wirkungen analysieren? Welche hermeneutischen und interpretationstheoretischen Ansätze eignen sich dafür? Welche wahrheitstheoretischen Problemstellungen ergeben sich?

Der Workshop „Young Voices in Hermeneutic Theory“ findet als Teil der Tagung „Die Illusion des Selbstverständlichen“ statt und geht diesen Fragen im interdisziplinären Gespräch zwischen Nachwuchswissenschaftler*innen aus Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften nach. Workshop und Tagung werden digital durchgeführt.

Papers: Nachwuchsforschende (Doktorand*innen und Habilitand*innen) sind eingeladen, sich mit einem Abstract (max. 3.000 Zeichen) und einem CV (jeweils im docx-Format) für ein Paper zu bewerben, das vor der Tagung allen Teilnehmer*innen zur Lektüre gegeben und im Workshop besprochen wird. Das Paper soll 30.000 Zeichen umfassen.

Responses: Die ausgewählten Papers werden im Workshop jeweils durch Responses (max. 10 min) kommentiert, welche die anschliessende Diskussion der Papers initiieren. Bewerbungen für die Responses sind mit einer kurzen Begründung des Interesses und einem CV (im docx-Format) einzureichen.

Bewerbungen: Bis zum 31. Juli 2020 an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Mitorganisator*innen der Tagung sowie aus dem Vorsitz und dem Beirat des NHI wählen aus den anonymisierten Einsendungen drei Papers sowie die jeweiligen Respondent*innen aus. Die Benachrichtigung der Bewerber*innen erfolgt bis zum 31. August 2020. Um die ausgewählten Papers im Vorfeld allen Teilnehmenden zur Verfügung stellen zu können, werden sie in ausgearbeiteter Form bis zum 30. Oktober 2020 erbeten.

Netzwerk Hermeneutik Interpretationstheorie (NHI)
https://www.hermes.uzh.ch/de/forschung/NHI.html

Institut für Hermeneutik (Bonn)
https://www.etf.uni-bonn.de/de/ev-theol/einrichtungen/systematische-theologie/institut-fuer-hermeneutik

Peer Mentoring Group „Systematische Theologie“ (Zürich)
http://tiny.uzh.ch/11e

 




Verschiedenes

Masterstudiengang Religionsphilosophie / Religion and Science

 

Religionsphilosophie befasst sich aus philosophischer Perspektive mit Phänomenen des religiösen Glaubens. Dabei sucht sie gelebte Religion zu verstehen (historisch-hermeneutische Komponente), denkt diese auf die darin implizierten Möglichkeiten weiter (kreativ-konstruktive Komponente) und beurteilt das so Verstandene und Erdachte im Horizont kritisch urteilender Vernunft (kritisch-rationale Komponente). Die Religionsphilosophie stellt Fragen wie: Was ist Religion? Gibt es Eigenschaften, die allen Religionen gemeinsam sind – lässt sich also von einem ›Wesen‹ der Religion sprechen? Ist Religion eine eigenständige ›Lebensform‹, ein spezifisches ›Sprachspiel‹? Welche Rolle spielt sie in Kultur und Gesellschaft? Wie rational kann religiöser Glaube sein und welche Rolle kommt Emotionen im religiösen Leben zu? Können Glaubende und Nichtglaubende einander verstehen? Was heisst es, Religion zu kritisieren oder zu begründen? Wie verhält sich Religion zu nicht-religiösen Formen des Wissens? Das Masterstudienprogramm führt in Geschichte und aktuelle Diskussionen der Religionsphilosophie ein und befähigt Studierende so zur eigenständigen Bearbeitung religionsphilosophischer Grundfragen. Vor dem Hintergrund religionsphilosophischer Klassiker (wie Hume, Kant oder Nietzsche) werden dabei gegenwärtige (sprach)analytische und hermeneutisch-phänomenologische Zugänge zu religiösen Vollzügen und Inhalten berücksichtigt.

Zulassung
Zulassungsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes BA-Studium einer mathematisch-naturwissenschaftlichen, medizinischen, rechtswissenschaftlichen, theologischen, philosophischen oder sonstigen geisteswissenschaftlichen Studienrichtung. BA-Absolventinnen und Absolventen einer wirtschaftswissenschaftlichen Studienrichtung werden unter Auflagen zugelassen. Das Studienprogramm kann in 2 oder 4 Semestern studiert werden. Als Minor (30 ECTS) erfordert es eine Immatrikulation an der Universität Zürich mit einem frei zu wählenden Hauptfach (90 ETCS).

Berufsperspektiven
Mit dem Studienprogramm Religionsphilosophie/ Religion and Science erwerben Absolventinnen und Absolventen eine profilierte Zusatzqualifikation. Durch die erworbenen Kompetenzen in der kritischen Analyse komplexer gedanklicher Zusammenhänge über klassische Disziplingrenzen hinweg sind sie für viele Tätigkeitsfelder im Wissenschafts-, Bildungs-, Kultur- und Medienbereich qualifiziert.

Ansprechpersonen
Prof. Dr. Matthias Wüthrich Tel. 044 634 47 53 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Dr. Markus Höfner Tel. 044 634 47 52 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hier finden Sie den Flyer zum Studienprogramm.